Das war es also, das erste ASP.NET Skillscamp (@Skillscamp) 2011 in Köln und gleichzeitig das erste Community Event, an dem ich teilgenommen habe. Alles in allem kann ich, zumindest für mich, eine positive Bilanz ziehen: Ich durfte interessante Personen kennen lernen, deren Bilder und Artikel ich bisher nur kannte, und an vielen, zum Teil spannenden Gesprächen teilnehmen.
Hier folgt nun meine kurze, persönliche Zusammenfassung der Tage.
Freitag - Das Vorspiel
Der Freitag Abend begann um 19.00h in Peters Brauhaus in der Kölner Altstadt und Albert Weinert (seines Zeichens der Organisator) nahm die Teilnehmer in Empfang. Nach und nach (je nach Verspätung der öffentlichen Verkehrsmittel) trudelten die Meisten bis auf wenige Ausnahmen auch ein. Mit zunehmenden Kennenlernen (wobei sich viele der üblichen Verdächtigen bereits kannten), ersten Gesprächen und auch den ersten Kölsch kamen die Themen für den Open Space Samstag zusammen. Es kristallisierte sich relativ schnell heraus, dass ein großer Schwerpunkt auf Javascript und den verschiedenen Frameworks, vor allem Knockout.js, Backbone.js und Node.js, liegen würde. Nicht Fehlen durften natürlich auch Themen wie ASP.NET MVC, HTML5 und REST mit WCF.
Mein persönliches (Negativ-)Highlight des abends hatte allerdings nicht primär mit der Veranstaltung zu tun, sondern dem Chaos und Anarchie ÖPNV. Der hat dafür gesorgt, dass ich nachts die Strecke vom Kölner Bahnhof nach Bonn-Beuel im Fabelrekord von unglaublichen 2,75 Stunden (in Worten: zwei Stunden und fünfundvierzig Minuten) zurückgelegt habe. Vielen Dank noch an dieser Stelle für die unglaubliche Unterstützung des VRS, ohne den diese Leistung nie möglich gewesen wäre!
Samstag - Der Open Space
Samstag morgen standen wir erst einmal mit versammelter Mannschaft vor verschlossener Tür, weil irgendein Spaßvogel die Tür zufallen lassen hat. Macht nix, wir standen schließlich fast alle draußen
.
Nach der Begrüßung und allgemeinen Vorrede zum Skillscamp durch Albert, wurde der Session Plan, vorerst nur für den Vormittag, zusammen gestellt. Aufgrund des allgemeinen Interesses und der relativ kleinen Zahl an Teilnehmern, gab es dann morgens auch nur eine erste Session zum Thema Javascript Frameworks - die auch gleich den größten der bereitstellten Räume der GFU sprengte. Diese erste Session war dann vor allem durch die Ausführungen von Albert geprägt.
Die zweite Session konnte auf zwei Slots aufgeteilt werden. Für die Einen gab es Node.js, für die Anderen Html5 (darüber kann ich leider nichts berichten). Der Versuch in der zweiten Session, unter der Schirmherrschaft von Daniel Fisher, IISNode.js auf dem IIS zum Laufen zu bringen, scheiterte leider. Es war zwar relativ schnell eine lauffähige Version anhand des Blogs von Tomek (der die letzten Tage ziemlich Kreise gelaufen hat) aufgesetzt, der Versuch eine eigene Seite anzuzeigen scheiterte jedoch. Und leider nicht nur das: Abgesehen davon, dass der Webserver einen 503er Fehler generierte, wurden zudem keinerlei brauchbare Loginformationen in die Logdatei oder das Eventlog geschrieben. Damit war relativ schnell (vorerst) der Stempel “noch nicht produktionstauglich” vergeben (Vielleicht war es aber auch nur die lang überfällige Zigarettenpause
! Mittlerweile ist ein Lösungsansatz von LennyBacon bei Scott Hanselman gefunden worden)…
Weiter ging es zur Lokalisation mit ASP.NET MVC in Session 3, der letzten vor dem Mittagessen. Hier war es mal wieder Daniel Fisher, der, auf eine konkrete Frage zur Lokalisation von Thomas Bandt hin, alle Möglichkeiten der Lokalisierung vom Server bis zum Client vorstellte.
Nach dem Mittagessen, wurde die Planung des Nachmittags vorgenommen. Schon etwas auffällig war, dass Daniel Fisher einen sehr unruhigen Arm hat, wenn es um die Frage geht, wer mit einer bestimmten Technologie/einem bestimmten Framework bereits Erfahrung hat und darüber auch berichten möchte/kann. Dementsprechend wurde der Nachmittag wieder vor allem durch Albert und Daniel geprägt, insgesamt fand aber viel mehr Interaktion statt als noch am Vormittag. Grund war sicherlich auch, dass das erste Thema nach dem Mittag “Best-Practices in MVC” war und fast jeder in Form von Erfahrungen oder aber konkreter Fragen dazu beitragen konnte.
Auf den Themenkomplex REST und WCF wurde bewusst verzichtet. Der einzige, der zu diesem Thema aktiv mitgestalten konnte/wollte, war, wie konnte es auch mal wieder anders sein: Daniel Fisher… Und da er seine Meinung als nicht unbedingt massenkompatibel bezeichnete und Alexander Zeitler kurzfristig abgesagt hatte, wurde das Thema fallen lassen (kleiner Wink mit dem Zaunpfahl an dieser Stelle an Alexander Zeitler!).
Den Abschluss des Tages bildete schließlich ein Rundflug durch das Javascript-Tooling und sämtliche Javascript Frameworks, die von den Teilnehmern schon einmal eingesetzt wurden (für besondere Erheiterung sorgte: raptorize your screen
) mit einer kleinen Vorstellung über Inhalt und Funktionsweise. Hier kam wirklich fast alles mal kurz auf den Tisch, ich könnte bestimmt nur noch die Hälfte nennen…
Das Nachspiel
Den abendlichen Nachgesang konnte ich dann aus persönlichen Gründen nicht mehr aktiv miterleben (gut unterrichteten Quellen war aber zu entnehmen, dass es bis spät in die Nacht ging). Ich habe mir aber für das nächste Mal vorgenommen auch hier dabei zu sein.
Zum Schluss bleibt mir nur noch anzumerken, dass es mir persönlich sehr gefallen hat. Allein schon deshalb, dass man Gesicherten und Texten reale Personen zuordnen und diese kennen lernen konnte. Organisatorisch hätte mir persönlich eine Aufteilung in kleinere Gruppen besser gefallen, da das mit Sicherheit eine intensivere, tiefer gehende Diskussion in der einzelnen Session erlaubt hätte, als es letztlich in den/der großen Gruppe möglich gewesen ist. Und ansonsten ließe sich sicher auch die eine oder Andere kleine Optimierung finden. Entgegen des häufig geäußerten Wunsches von Albert, dass sich alle in die Runde einbringen, lief es doch zu Teil zu sehr auf ein reines konsumieren hinaus. Alles in allem war es aber aus meiner Sicht ein gelungenes erstes (Wink an Albert!) Skillscamp und ich freue mich schon auf die Fortsetzung.
Sollte ich etwas vergessen haben, könnt ihr mich gerne anschreiben und ergänzen oder einfach selbst noch einmal etwas dazu schreiben.
Es bleibt mir nur noch einmal Albert Weinert herzlich für die Idee, Planung/Organisation und Durchführung zu Danken und ebenso allen Sponsoren, die das erste Skillscamp überhaupt möglich gemacht haben. Bis zum nächsten Mal!